Geologie

Geologie

Die Saalfelder Feengrotten befinden sich am südwestlichen Stadtrand von Saalfeld im heutigen Stadtteil Garnsdorf. Es ist gleichzeitig der SW-Rand des Saalfelder Talkessels, an welchem eine Mittelgebirgskette des Thüringer Schiefergebirges steil ausstreicht.

Das Gebiet der Feengrotten gehört im geologischen Sinne zur südthüringisch-nordsächsischen Antiklinalzone. Es grenzt direkt an die NE-Flanke des Schwarzburger Antiklinoriums und liegt nördlich am Nordrandabbruch des Thüringer Schiefergebirges.

Diese Antiklinalzone ist von nicht- bis schwach metamorphem Oberproterozoikum im Kern sowie mit Ablagerungen vom Kambrium beginnend bis hin zum Devon an den Flanken geprägt und durchsetzt mit sauren Plutoniten.

Das Gebirge an den Feengrotten besteht vorwiegend aus paläozoischen, mitunter nur noch schmal ausstreichenden Schichten des Ordoviziums und Silurs. Es überwiegen hier Alaun- und Kieselschieferhorizonte, in denen sich auch das Grubengebäude der Grotten befindet. Untergeordnet stehen silurische Ockerkalke sowie ordovizische Lederschiefer an. Ausgelaugte Diabasintrusionen sind vorhanden, aber eher selten und geringmächtig.

Die Schichten streichen allgemein NW – SE und fallen mit 15 – 55° nach NE. In den unteren Graptolithenschiefern verlaufen Streichen und Fallen aufgrund intensiver Faltung sehr variabel. Die Faltung erfolgte im Karbon infolge der varistischen Gebirgsbildung.

Diesen Gegebenheiten folgend, bewegte sich der Abbau des Alaunschiefers in zwei Mulden, die durch eine Aufsattelung des Lederschiefers voneinander getrennt sind. In der südöstlichen Mulde sind die erste und zweite Sohle aufgefahren, in der nördlichen die dritte. Durch die Faltungs- und Schieferungsvorgänge wurden die recht spröden Kieselschiefer kreuz und quer geklüftet und in größeren Ausmaßen wieder mit Quarz verheilt.

Bei den in den silurischen Horizonten abgelagerten Fossilien handelt es sich um Graptolithen, also um wurmförmige, in Kolonien lebende Meeresbewohner. Sie sind in ihrer Artenvielfalt reichlich vertreten.

Das Gebiet um Saalfeld sowie der Saalfelder Talkessel sind durch ihre geologische Vielfalt bekannt. Außer den Schichten aus der Jura- und Kreidezeit sowie dem Präkambrium sind alle geologischen Formationen zumindest in schwachen Ausprägungen vertreten.

Interessantester übertägiger Geotop ist die "Bohlenwand", auch "Bohlen" genannt – ein natürlicher geologischer Aufschluss überwiegend im Oberdevon und Unterkarbon (Dinant). Er ist in Fachkreisen international seit langem bekannt und befindet sich am Stadtrand direkt an der B 85 in Richtung Kronach.


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