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Fürstliche Erlebniswelten Schloss Schwarzburg

Schloss Schwarzburg

Auf einem von der Schwarza umflossenen Bergsporn oberhalb Schwarzburgs steht die Ruine des gleichnamigen Schlosses, das im Jahre 1123 erstmals als Stammsitz eines Grafen von Schwarzburg urkundlich erwähnt wurde. Den barocken Umbauten des 18. Jahrhunderts, als sich das Schloss zur Sommerresidenz und bevorzugten Jagdaufenthalt der Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt entwickelte, folgte 1940 der begonnene und 1943 abgebrochene Umbau zu einem „Reichsgästeheim". Dieses unvollendete Projekt hinterließ das einst beeindruckende Schlossensemble als Bauruine.

Der Kaisersaal

Von der gesamten Anlage konnte bisher lediglich das barocke Kaisersaalgebäude mit der sich anschließenden Gartenterrasse restauriert und öffentlich zugänglich gemacht werden. Es entstand zwischen 1713 und 1719 im Zusammenhang mit der 1710 erfolgten Erhebung der Schwarzburger Grafen in den Reichsfürstenstand. Die Standeserhöhung fand ihren architektonischen und bildkünstlerischen Ausdruck in dem imposanten Kaisersaal oberhalb des im Erdgeschoss gelegenen Gartensaales. Gleichsam als Ruhmeshalle und Ahnensaal der gesamten schwarzburgischen Dynastie zeigt es zwischen den Kaiserbildnissen des Heiligen Römischen Reiches von Julius Cäsar bis Karl VI. auch den lediglich für wenige Monate regierenden König Günther XXI. von Schwarzburg (1304 – 1349) als Ahnherren des Hauses Schwarzburg. Das Kaisersaalprogramm wird bekrönt durch ein Deckengemälde im lichtdurchfluteten Kuppelbereich der Laterne, das auf die Gründungslegende des Hauses Schwarzburg verweist.

Das Fürstliche Zeughaus

Das Fürstliche Zeughaus in Schwarzburg wird ab dem 12. Mai 2018 für Besucher wieder geöffnet werden. Die seit dem Zweiten Weltkrieg auf der Rudolstädter Heidecksburg verwahrte und zum Teil ausgestellte Waffensammlung kehrt an den historisch verbürgten Ort zurück. Das Schwarzburger Zeughaus besitzt damit ein Alleinstellungsmerkmal im deutschen Sprachraum, da nur hier ein über 500 Jahre gewachsener Sammlungsbestand in einem eigenen, freistehenden Gebäude mit 550 qm Ausstellungsfläche zu besichtigen ist. Die Waffensammlung "Schwarzburger Zeughaus" ist mit etwa 4.000 Objekten die älteste und einzig noch erhaltene fürstliche Zeughaussammlung in Deutschland. Im Jahre 1550 wurde das Zeughaus erstmals erwähnt. Aus dem Zeughaus Schwarzburg entwickelte sich das zentrale Waffendepot der Grafschaft Schwarzburg - Rudolstadt.

Mit den als Schausammlung angeordneten Rüstungen, Waffen, Fahnen und Geschützen bildete die Architektur des Zeughauses ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk. Auf den Emporen wurden u.a. die kostbaren Jagdwaffen der Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt präsentiert. Als die Schwarzburg 1940 zum Reichsgästeheim der Nationalsozialisten umgestaltet werden sollte, konnte das Zeughaus der Zerstörung entgehen, da es als Garage genutzt werden sollte.
Mit dem großen Engagement des Förderverein Schloss Schwarzburg e.V. in Zusammenarbeit mit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt und dem Thüringer Landesmuseum Heidecksburg konnte das Zeughaus saniert, das Torhaus in seiner Kubatur wiederaufgebaut und die Fürstliche Schausammlung rekonstruiert werden. 

Öffnungszeiten:

Zeughaus:

April – Oktober:
Dienstag – Sonntag 10.00 bis 18.00 Uhr

November – März:
Dienstag – Sonntag 10.00 bis 17.00 Uhr

An Feiertagen auch montags geöffnet.

Ab 10.00 Uhr stündlich Führungen durch das Zeughaus, letzte Führung 17.00 Uhr
bzw. 16.00 Uhr (Winteröffnungszeit).


Adresse:
Schlossstraße 1
07427 Schwarzburg

Telefon:
03 67 30 - 39 96 30

Fax:
03 67 30 - 3 29 54

E-Mail:
museum@schloss-schwarzburg.com

Website:
www.schloss-schwarzburg.com


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