Gesundheit aus den Tiefen des Berges
WISSENSWERTES
Schon zu alten Zeiten nutzten die Menschen die Wirksamkeit eines Höhlenaufenthalts zur Linderung ihrer Beschwerden. Heute nutzt man die Speläo- oder Höhlentherapie als nebenwirkungsfreie Alternative oder Ergänzung zur Schulmedizin bei Erkrankungen der Atemwege wie Asthma und Bronchitis sowie bei Hauterkrankungen und Allergien.
Die Luft unter Tage zeichnet sich durch extreme Reinheit aus, welche die Anforderungen an OP-Räume in Krankenhäusern um das Drei- bis Vierfache übertrifft. Fast völlig staub-, keim-, allergen- und ozonfrei, weist sie ganzjährig eine Temperatur von etwa 10 °C bei einer relativen Luftfeuchte von über 98 % auf. Ein Hauch natürlicher Radioaktivität unterstützt die Heilwirkung auf besondere Weise. Bereits schon nach wenigen Anwendungen verspricht die gesunde Luft erste spürbare Erfolge und eine Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens.Die Speläotherapie ist eine seit über 100 Jahren bekannte Sonderform der Klimatherapie zur Behandlung von Atemwegserkrankungen, Allergien und Asthma in Naturhöhlen oder einstigen Bergwerken. Im 19. Jahrhundert wurden Stollen erstmals systematisch für therapeutische Zwecke genutzt. Im Volk ist das Wissen um die Heilkraft der unterirdischen Luft nie verloren gegangen; so manche Sage kündet von den Wundern des Berges.
Die Saalfelder Feengrotten sind Mitglied im Deutschen Speläotherapie-Verband. Dieser wurde 1990 gegründet und sichert die Einhaltung strenger Qualitätsstandards. Dazu werden regelmäßig klimatische Untersuchungen durchgeführt und die Wirksamkeit der Stollenluft nachgewiesen. So zeigte sich, dass die Luft unter Tage noch reiner ist als am Meer oder im Hochgebirge.
In einer medizinischen Studie der Universitätsklinik Ulm wurde bestätigt, dass sich die Lungenfunktion durch den Aufenthalt im Heilstollen entscheidend verbessert. Mehr als 90% der Kurteilnehmer bestätigen die Abnahme ihrer Beschwerden.
Dazu wurde vermerkt:
„Wichtige Kenngrößen des Asthma bronchiale wurden in dieser Studie durch die Speläotherapie positiv beeinflusst. Negative Effekte wurden nicht beobachtet. Die Lebensqualität erfuhr durch die Speläotherapie eine deutliche Verbesserung.“
INDIKATIONEN
- allgemeine Linderung tracheobronchialer Symptome
- alle Formen der chronischen Bronchitis (inklusive chronisch obstruktiver Bronchitis und chronisch obstruktiver Bronchopneumopathie)
- Asthma bronchial, infektbedingtes Astma bronchiale
- chronische Laryngitis
- allergische Rhinitis
- Lungengerüsterkrankungen
- Lungensarkoidose
- chronische Erkrankungen der Atemwege im Kindesalter
- Neurodermitis
KONTRAINDIKATIONEN
- infektiöse Atemwegserkrankung (z. B. Tuberkulose)
- schwergradige Herzinsuffizienz (NYHA IV)
- arterielle Durchblutungsstörung ab Stadium III
- Claustrophobie (Raumangst)

